27 Okt. 2020

Anhörung zur Petition 108191

Submitted by heinz

Susanne Wiest hatte am 14. März 2020 ein zeitlich befristetes Grundeinkommen zur Bewältigung der Corona-Krise gefordert.

Reformvorschläge in der Sozialversicherung

Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens vom 14.03.2020

Am Montag den 25. Oktober 2020 war die Anhörung zur Petition 108191. Hier das Video dazu: Anhörung

 

Kommentare

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wird kommen, allerdings nicht bedingungslos, sondern als Knebelvertrag bzw. Zumutung.

Der früher gern hochgehaltene Fetisch eines alle sozialen Probleme lindernden Wachstums wird gerade ganz offiziell und wohl auf längere Zeit ausgesetzt. Damit und wenn es vorher doch Wahrheit beinhaltete, müssen/werden nun die sozialen Probleme stark wachsen.

Da billige Arbeitskräfte für die schweren, dreckigen und gefährlichen Arbeiten weiterhin erpressbar sein müssen, so kann es schon deshalb kein menschenwürdiges, bedingungsloses Grundeinkommen geben.

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Das Grundeinkommen

Wohl haben wir nun seit seit 45 Jahren neoliberale Regierungen, beginnend mit Helmut Schmidt, der die Rentenleistungen abgewertet hatte, nachdem Konrad Adenauer die Rentenversicherung zur Umlage verkommen ließ.

»Die Rente ist sicher« Nicht finanzierbar.

Das wissen wir inzwischen und Adenauers Bubenstreich hatte den Aufbau der Bundeswehr bezahlt und den Anschluß der ostdeutschen Bundesländer finanziert, wie Kohl das vorausgesagt hatte: »Das zahlen wir aus der Portokasse,« also aus den Sozialversicherungen.

Ludwig Erhard wollt das verhindern und einen Staatsfond, war aber aus Parteiraison gescheitert. Das Vermögen der kapitalgestützten Rentenversicherung hatten die Nazis geklaut und verballert. Dieser Fond wäre heute vermutlich der global größte Staatsfond und die Sparquote wäre entsprechen höher. So hat Adenauer die Beitragszahler auf üble sozialistische Manier enteignet.

Ich hoffe darauf, daß genügend Menschen diese elende und hinterfotzige Politik begreifen und dann ändert sich was.

Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Das Grundeinkommen

Du schreibst es: bedingslos geht nicht. Schlachtvieh wird nur und nur solange gefüttert, wie erwartet wird, dass man es verwerten kann. 0K, im Falle des Viehs geht es ums Fressen. Das hat man mit Menschen nicht vor.
Aber was macht man mit den Nutzlosen? Mit denen, die nicht arbeiten, also Keinen Mehrwert erzeugen? Mit denen, die Kein Geld haben, um zu konsumieren? Die nicht als solvente Mieter mit der Zahlung unaufhörlich steigender Mieten den Reichtum der Eigner steigern können? Mit denen, deren Kinder gelegentlich, wenn auch zunehmend seltener, den Kindern der Nützlichen auf dem Weg nach oben im Weg stehen können.

Solche Überlegungen quälen die Nützlichen schon seit langem. Seit hunderten von Jahren. Der große Satiriker und Humanist Jonathan Swift, der Autor des Gulliver hat sich des Problemes dereinst angenommen:
https://wunderblog.daniel-deppe.de/jonathan-swift-und-die-katholischen-k... Man solle die Kinder der verhungernden Iren braten und essen.
Es war sein Beitrag zu einer gesellschaftlichen Debatte, die durch die damals - und eigentlich noch immer - Herrschenden bestimmt wurde. "Warum sollen wir Nützlichen für die da aufkommen!"

Die im verlinkten Blog beschriebene Empörung ist evident. Sie richtete sich nicht gegen die, die das Verhungern 0k fanden sondern gegen Swift. Klar doch - nichts Neues unter der Sonne .