9 Apr. 2020

Erntehelfer - systemisch wichtig ...

Submitted by ebertus

Tja, Regeln sind dazu da auch einmal ausgesetzt zu werden. Und systemisch-prekäre Arbeitsverhältnisse sind nun mal richtig wichtig. Da muß der Corona-Virus hintenan stehen, werden die neuen Doppel- gar Einzelzimmer-Unterkünfte der Erntehelfer und die mit Abstandsmarkierungen versehenen Felder nun mindestens dreimal täglich desinfiziert - mindestens ...


Bis zu 80.000 dieser (preiswerten) Saisonkräfte -weiss die tagesschau zu berichten- sollen in den nächsten Monaten für unser leibliches Wohl sorgen; wo doch politisch-großmedial bis gestern noch die Flüchtlinge, die Hartzer und andere demnächst "Freigestellte" für diese nun ebenfalls systemisch wichtigen Jobs in der Landwirtschaft diskutiert wurden.

Die Ersten werden bereits (mit Sicherheit) CO2-neutral eingeflogen, haben die Flieger aktuell ja wenig zu tun.

Ok, mein Bedarf an Spargel & Co. ist für das Jahr bereits gedeckt; wie es sich für einen richtigen Prepper gehört ...

Kommentare

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Das kann doch nur Propaganda der Opposition sein. Erntehelfer arbeiten in der Landwirtschaft und deren neoliberale Bedeutung beträgt mal knappe 1% in dieser deutschen Wirtschaft – so was kann nicht systemisch sein.

Land- und Forstwirtschaft

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Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Erntehelfer - systemisch wichtig?


wenn zehntausende Erntehelfer jetzt mit Sonderflügen herbeigebracht werden, während die schon länger hier lebenden aufpassen müssen, nicht gemeinsam auf einer Parkbank erwischt zu werden.

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Ohne grünen Schaum vor dem Mund mag ich diesen Cicero-Artikel  lesen.

Und mag mich weder mit dem dort erwähnten und zitierten Erik Marquardt (Grüne), noch mit dem Cicero-Tenor gemein machen. Der "Vergleich" von Erntehelfern und Flüchtlingen ist so richtig wie falsch zugleich.

Wie wäre es denn, wenn den systemisch wichtigen Erntehelfern 20 Euro netto die Stunde gezahlt werden müssten, bei weiterhin freier Kost und Logis in ihren -möglicherweise jetzt kasernierten- Gemeinschaftsunterkünften, versteht sich.

Wenn das, statt die einen Schwachen gegen die anderen noch Schwächeren auszuspielen bzw. aufzurechnen, wenn das die primäre Intention von Marquardt wäre, dann bin ich sofort bei ihm.